Patronat: Konstanz, Freiburg im Breisgau
Um 900 in Altdorf bei Konstanz geboren, war Konrad der Sohn des Welfengrafen Heinrich von Altdorf. Er studierte in St. Gallen und an der Konstanzer Domschule, wurde dort Dompropst und 934 zum Bischof geweiht. Sein großes Erbe verwendete er für den Bau oder zur Ausstattung bzw. den Unterhalt von Kirchen, Krankenhäusern und Klöstern, und erwies sich als fähiger Verwalter des Bistums. Drei Mal reiste er nach Jerusalem, ein Mal 962 mit Kaiser Otto I. nach Rom. Am 26. November 975 starb er und wurde in der Mauritiuskirche in Konstanz beigesetzt, später überführte man seine Gebeine ins Konstanzer Münster. Während der Reformation warf man sie 1526 in den Bodensee. Nur der Kopf konnte gerettet werden und ist jetzt Teil des Münsterschatzes. 1123 sprach ihn Papst Calixtus II. heilig.
Neben seiner Mildtätigkeit und Großzügigkeit war vor allem Konrads Selbstbeherrschung berühmt. Als während der Messe eine Spinne in den Kelch gefallen war, trank er diesen dennoch aus. Die Spinne überlebte und konnte später Konrads Mund unversehrt verlassen.
Darstellung: als Bischof im Ornat; auf dem Wasser wandelnd
Attribute: Mitra, Stab, Kelch mit Spinne (weil er aus Ehrfurcht vor dem Blut Christi eine während der Messe in den Kelch gefallene, damals für giftig gehaltene Spinne mitgetrunken haben soll, ohne Schaden zu nehmen)

Quelle: Herder-Verlag
